Wenn von Stadtnatur die Rede ist, erscheint sie oft als grünes Add-on: als Ausgleich städtischer Defizite, als technische Lösung im Zeichen der Klimaanpassung oder als ästhetische Aufwertung. Ein solches Verständnis verengt den Blick. Es reduziert Natur auf Funktion und verkennt, dass Städte längst ökologische Gefüge sind, in denen Boden, Wasser, Pflanzen, Infrastrukturen und politische Entscheidungen untrennbar ineinandergreifen. Stadtnatur ist kein nachträgliches Korrektiv der Stadt, sondern Ausdruck ihrer materiellen, sozialen und historischen Bedingungen.
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