Muzharul Islam (1923-2012) hat in Bangladesch ein herausragendes architektonischen Werk hinterlassen, das weit über seinen zeitlichen und geografischen Entstehungshorizont Relevanz besitzt. Trotz dessen Bedeutung und Einmaligkeit ist es jedoch noch immer verhältnismäßig wenig bekannt.
Durch zahlreiche Photographien und Reproduktionen detailreicher Originalzeichnungen stellt diese Monografie einen Reigen von stupenden Bauwerken, die inklusive Denkweise und die kulturübergreifende Dialogfähigkeit des Bengalischen Architekten einem internationalen Publikum vor. Textbeiträge von Architekturschaffenden aus verschiedenen Kontinenten eröffnen facettenreiche Sichtweisen auf Islams Werk und ordnen es in den geschichtlichen Kontext und in aktuelle Zusammenhänge ein.
Brennende Themen, die die globale Architekturdebatte gerade aktuell besonders prägen, sind im pionierhaften Oeuvre von Muzharul Islam zukunftsweisend angelegt: Klimasensitives und suffizientes Bauen, soziale Engagement und die Überwindung kolonialer Denkweisen sind Felder, die der Architekt und Aktivist seit Beginn seiner Karriere ab den 1950er-Jahren unablässig verfolgt hat.
Muzharul Islams Werk offenbart, dass Architektur mit nichts anderem als ihren Kernwerkzeugen wie Raum, Struktur und Konstruktion wirkungsvolle Hebel zur Unterstützung positiver Veränderungen in der Hand hat. Durch eine subtile Ausgewogenheit von Pragmatik und Poetik schuf der Architekt damit Identität stiftende Räume der Zugehörigkeit.
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