Donald Judd (1928–1994) war ein US-amerikanischer Künstler, bekannt für seine reduzierten Formen und seine vehemente Ablehnung aufgezwungener Bedeutungen für seine Werke. Obwohl dies in kunsthistorischen Darstellungen seines Lebens weitgehend unerwähnt bleibt, hatte Judd eine vielfältige und komplexe Beziehung zu Island, die schon mit seiner Faszination für die isländischen Sagas in seiner Kindheit begann. Nach seiner ersten Reise auf die Insel im Jahr 1981 kehrte er zurück, um eine Ausstellung in Reykjavik zu gestalten, und lernte durch seine Besuche eine Reihe isländischer Kunstschaffender kennen. Judd entwickelte ein starkes Interesse an der traditionellen Architektur Islands, und seine Verbindung zu dem Land prägte viele Bereiche seines kreativen Denkens: Schreiben, Architektur, Landschaft, Kunst und Politik. Berichte über Judds Beziehung zu Island sind vorwiegend als mündliche Überlieferungen unter denen erhalten geblieben, die ihn auf der Insel kannten.
«Looking for Empty Land» präsentiert erstmals eine umfassende Untersuchung zu Judds Verbindung zu Island – erarbeitet durch Interviews mit Freund:innen, ehemaligen Assistent:innen, Familienangehörigen und persönlichen Bekannten sowie durch Archivrecherche in Island und Marfa, Texas. Die Publikation untersucht Judds Wertschätzung für die in Island bestehenden Verbindungen zwischen Literatur, Landschaft und Architektur. Durch diesen Blickwinkel werden auch seine Aktivitäten in Marfa neu bewertet, die ebenfalls Fragen von Bau und Ort miteinander verbinden.
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